Prof. Lotte Tobisch-Labotýn

Über

Lotte Tobisch ist schon vielfach geehrt und ausgezeichnet worden. Sie ist Trägerin des „Großen Ehrenzeichens für die Verdienste um die Republik Österreich“, des „Ehrenkreuzes für Wissenschaft und Kunst“, des „Goldenen Ehrenzeichens für Verdienste für das Land Wien“, der „Ehrenmedaille der Stadt Wien in Gold“, des „Goldenen Ehrenzeichens für Verdienste um das Land Niederösterreich“ und des „Goldenen Stadtwappens der Stadt Baden“. Für ihr Engagement als Betriebsrätin wurde ihr der „goldene Ehrenring von der Kollegenschaft des Burgtheaters“ verliehen. Auf Grund ihrer Erscheinung wird sie oft auch als „Salondame“ bezeichnet. Heute widmet sie sich sozialen Projekten. Sie ist Präsidentin vom Verein „Künstlern helfen Künstlern“, der ein Altersheim für Künstler in Baden betreibt und war viele Jahre Ehrenpräsidentin der Österreichischen Alzheimer Liga und ist nun Ehrenmitglied der Alzheimer Gesellschaft. Tobisch hat viele Facetten. In einem Interview mit der Presse sagt Tobisch über sich: „Ich mache tausend Sachen. Das war auch der Grund, warum ich den Opernball überhaupt angenommen habe, der soweit entfernt von meinen Interessen war, aber ich organisiere eben gerne.“

 

Schauspielerin, Organisatorin und sozial engagierter Mensch
„Langweilig war mir nie.“ So heißt das Buch, in dem sie aus ihrem Leben erzählt. Und das ist spannend und facettenreich. 1926 in Wien geboren, entscheidet sie sich nach ihrem Schulabschluss für eine Ausbildung zur Schauspielerin. Sie geht in Wien ans Horak-Konservatorium. Raoul Aslan unterrichtet die begabte Schauspielerin auch privat. Ihr Theaterdebüt gibt sie im Wiener Burgtheater. Zwischen 1950 und 1960 spielt sie im Volkstheater, in der Schweiz, in Deutschland und war und ist in zahlreichen Sendungen in Rundfunk und Fernsehen präsent. 1960 kehrte sie ans Burgtheater zurück. Immer auf der Suche nach neuen Aktivitäten und Herausforderungen, übernahm sie 1981 die Opernball Organisation von Dr. Christl Schönfeldt. 15 Jahre leitete Tobisch das weltweit berühmte Ballereignis, bis sie sich entschloss, andere Prioritäten zu setzen. Heute ist sie Präsidentin von „Künstler helfen Künstlern“, dem karitativen Verein, der das Künstler-Altersheim in Baden betreibt, für das sie sich mit dem gleichen Einsatz wie seinerzeit für den Opernball engagiert. Außerdem ist sie Schirmherrin von „Kunst auf Rädern“ und Ehrenmitglied der Österreichischen Alzheimer Gesellschaft.


Prof. Lotte Tobisch-Labotýn

Begründung

Prof. Lotte Tobisch-Labotýn übernahm 1981 den Wiener Opernball. Mit ihr begann eine neue Ära, ein frischer Wind im Haus am Ring. Tobisch ist eine Freundin rascher Entscheidungen, vielleicht mit ein Grund, warum sie dem Opernball ihren Stempel aufgedrückt hat. Sie kommt aus einer k.u.k. Patrizierfamilie und leitete 15 Jahre das Großereignis mit all seinen Turbulenzen. Ob Demonstrationen, Starrummel oder Stargeflüster, sie behielt die Ruhe. Ihr Credo: „Den Opernball muss man ernsthaft machen, aber nicht ernst nehmen.“ Bescheiden meint sie „Letztlich ist der Opernball ja nur ein sehr, sehr schönes Faschingsfest.“ Dass sie aus dem Opernball bedeutend mehr gemacht hat, dafür wird sie von der emba in der „Austrian Event Hall of Fame“ geehrt.

Laudator Ioan Holender über Prof. Lotte Tobisch-Labotýn